I soliti ignoti

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I soliti ignoti

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Die großartige Gaunerkomödie mit Marcello Mastroianni und Vittoria Gassman. Ein zeitloses Meisterwerk.
 
Regie Mario Monicelli
Schauspieler Marcello Mastroianni, Vittorio Gassman, Totò, Claudia Cardinale
Land Italien
Audio Italienisch
Untertitel Italienisch, Englisch
Dauer 102
Erscheinungsjahr 01.01.1970
FSK Nicht geprüft. Diese DVD hat in Italien keine Altersbeschränkung.

Pleiten, Pech und Pannen einer 'kulinarischen' und nicht nur damit sehr italienischen Gangsterkommödie.

Oder: Wie eine Bande Kleinganoven einen Tresor knacken will und wie der Traum vom großen Geld platzt. Eine Commedia all'italiana, die beweist, dass es Diebe schwer haben (wie auch der deutsche Titel belegt).

Dante Cruciani (Totò) hat den Plan zu dem ultimativen großen und absolut sicheren Coup, Einbruch in das Pfandleihhaus und Knacken des Safes. Dumm nur, dass er momentan noch eine Haftstrafe zu verbüßen hat. Ein Ersatz muss gefunden werden, der ihn hinter Gitter 'vertritt'. Gedacht getan. Dabei hat Dante jedoch nicht damit gerechnet, dass die abgebrannten Mithelfer bald ungewollte Mitwisser seiner genialen Einbruchidee sind und somit alles daran setzen, selbst zum Zuge zu kommen.

Somit ist die Verkettung unglücklicher Umstände und bewusster Irreführungen in Gang gebracht, in deren Verlauf sich eine Bande formiert, die 'soliti ignoti' (die üblichen Unbekannten), die sich mit ebensoviel Feuereifer wie Unkenntnis in gar akribische Vorbereitungen ihres Abenteuers stürzen. Technische Raffinessen (bemerkenswert der Film-im-Film-Einschub für das Abfilmen des Tresorraumes, wenngleich auch dies symptomatischerweise nur unbrauchbares Material liefert) soweit es die Mittel in der römischen Provinz der 50er Jahre zulassen, prallen mit handwerklicher Mangelbegabung und slapstick-artiger Unbeholfenheit aufeinander.

Als roter Faden ziehen sich die liebenswert-komische Charakterisierung der Protagonisten und deren wechselseitigen Intrigen (mit einigen Nebenschauplätzen, speziell im amourösen Bereich) durch, die ihre eigene Dynamik des kriminellen Plans entspinnt. Komödiantische Übertreibungen wechseln ab mit interessanten Aussparungen dramatischer Details (bspw. des unerwarteten Ablebens Cosimos).

Vom eigenen Missgeschick ebenso sehr wie vom Pech verfolgt, muss sich die Bande der Kleinganoven schließlich das Scheitern ihres Coups eingestehen. Statt der großen Geldsumme reicht's am Ende lediglich für ein Tellerchen Kichererbsensuppe. Damit die Mahlzeit wenigstens ein bisschen Trost spendet, soll sie zumindest warm sein Ein Glück, dass der Gasofen bereit steht... Nach dem großen Knalleffekt bleibt ein absurd-parodistischer und zugleich resignativer Schlussakkord, der dem neu geschaffenen heiter-tragischen Genre jedoch keinen Abbruch tut.
(Elisabeth Strixner, München)

Dialogauszüge:
- Capannelle (Carlo Pisacane): Dimmi un po' ragassolo, tu conosci un certo Mario che abita qua intorno? (Kennst Du einen gewissen Mario, der hier wohnt?)
- Kind: Qui de Mario ce ne so' cento. (Hier gibt es Hunderte Marios)
- Capannelle: Sì va bene, ma questo l'è uno che ruba... (Sicher, doch der, den ich meine, stiehlt.)
- Kind: Sempre cento so'. (Hundete kenne ich.)

- Ferribotte (Tiberio Murgia) seinen Komplizen nach Scheitern des Coups: Rubare è un mestiere impegnativo ci vuole gente seria, mica come voi! Voi, al massimo... potete andare a lavorare! (Diebstahl ist ein anspruchsvolles Gewerbe. Dafür benötigt man ernsthafte Leute - nicht so was wie Euch! Ihr könnt höchstens arbeiten gehen!)

Eine weitere Kritik:

Cosimo kennt den perfekten Coup. Der Coup, den sich jeder Kriminelle wünscht, um endlich für immer ausgesorgt zu haben. Und dabei sieht die Sache auch noch wirklich einfach aus. Zu einfach...
Doch sein erstes Problem ist, dass er im Gefängnis sitzt, und das noch eine ganze Weile. Seine Freunde bringen einen schlechten Boxer dazu, Cosimos Straftat auf sich zunehmen, doch die Polizei durchschaut das Spiel. Immerhin entlockt der Boxer Cosimo seinen Plan und versucht mit dessen Freunden selber den großen Coup. Aber es scheint einen Grud zu haben, warum diesen schrägen Dieben noch nie was gelungen ist, außer sich vor der Arbeit zu drücken.

Lustig, schräg und preisgekrönt, dieser Film bietet die besten Schauspieler seiner Zeit auf engstem Raum, und gehört zu den Filmen die man gesehen haben muss!!!
(Gisli Vogler, München)