Niña und Trini ziehen los um die Welt zu erobern und reich zu werden. Mit Ausdruck der span. Untertitel!
HOLA, ¿ESTÁS SOLA? ist die Geschichte einer Reise und einer Freundschaft zwischen zwei jungen Frauen, Niña und Trini, beide mit
einer emotional nicht ganz einfachen Vergangenheit, einer Gegenwart, in der sie nichts zu verlieren haben und einer Zukunft so offen, wie sie nur
möchten.
Zunächst verschlägt es Niña und Trini von Valladolid an die andalusische Küste bei Malaga, wo sie als Animateurinnen in einem Club
anheuern. Als Niña aber erzählt, dass ihre Mutter Mariló in Madrid arbeitet, ist für Trini klar, dass die Zukunft dort erobert
werden muss. In Madrid bringen die beiden die Dinge dann richtig in Schwung, vor allem Trini mit ihrer erfrischend unvoreingenommenen Art. Candela
Peña spielt so überzeugend und bringt so viel "Spanierin" in dieser Rolle unter, dass sie nach diesem Film als legitime Nachfolgerin von
Carmen Maura gehandelt wurde.
In Madrid bauen die beiden sich ein soziales Biotop auf. Sie nehmen den hübschen Russen auf, den Niña in der Disko kennenlernt und nennen ihn
kurzerhand Olaf. Wie er wirklich heißt, erfahren sie nie, denn er spricht so wenig Spanisch, wie die beiden Russisch. Dazu kommt der liebenswerte
Pepe, den Niña für Trini mitbringt. Doch wie Mariló in die Runde passen soll, muss erst noch ausgefochten werden...
Icíar Bollaín, die ihre Karriere als Schauspielerin begann, beweist mit diesem Film viel Gefühl für das Leben junger Menschen,
insbesondere junger Frauen, die ihre Vergangenheit überwinden und sich eine eigene Welt aufbauen wollen. Der Film zeigt viel vom Leben im Spanien
von heute, von den Träumen, der Lebenslust und dem Humor, der die Spanierinnen so unwiderstehlich macht. Der Film macht Lust auf mehr - und Lust
auf Spanien.
Sprache und Extras:
Dieser Film wurde in Deutschland nicht als DVD aufgelegt. Auch die spanische Version der DVD hat leider keine Untertitel. Deshalb gibt es für alle
Interessierten einen besonderen Service von Roman-Film. Bei jeder DVD werden die spanischen "Untertitel" gratis mitgeliefert - in Form eines Ausdrucks
der Liste der Dialoge auf Papier!
Eine Übersetzung ins Deutsche ist bei diesem Fall gar nicht so dringend erforderlich, da die spanischen Sätze nicht sehr kompliziert sind.
Die Sprache ist nicht ganz leicht zu verstehen, da muss man schon ab und zu in den Untertiteln nachsehen. Besonders Silke spricht häufig sehr
undeutlich.
Da filmisch jedoch ungeheuer viel geboten ist, wird man schnell in die Handlung hineingezogen und es wird zum Vergnügen, sich in die spritzigen
Dialoge und in die zahlreichen Wortspiele und humorigen Wendungen hineinzuhören. Die Sätze sind alle aus dem prallen spanischen
Leben gegriffen und bieten daher ungeheuer viel Anschauungs-Material (oder besser "Anhörungs-Material").
Der Film ist also für Sprachlernende ab mittlerem Niveau wärmstens zu empfehlen. Er ist ideal zur Vorbereitung auf das Abitur.
In den Extras gibt ein paar Texte über die Regisseurin und die wichtigsten Darsteller.
Interessant ist auch, das Icíar Bollaín, die ja vor ihrer Zeit als Regisseurin bereits eine bekannte Schauspielerin war, einen kurzen
Gastauftritt in ihrem Film als Karaoke-Sängerin in der Strandbar hat. |